WDR5

Neugier genügt

Mit Jürgen Wiebicke Feature: "Damit Du weißt, wer ich war"; Redezeit mit Bert Hoffmann, Politologe: Havannas 500. Geburtstag zur vollen Stunde WDR aktuell
Dienstag 04:03 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Republik Moldau

moldauDauerkrise im ärmsten Land Europas (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Wird das Experiment gelingen? Wie lange wird die neue Koalition halten? Viele Beobachter/innen und Bewohner/innen der Republik Moldau reagierten mit einer Mischung aus Optimismus und Skepsis, als sich Ende Juli 2019 eine pro-europäische und eine pro-russische Partei zu einem Regierungsbündnis zusammenschlossen. Die neue Ministerpräsidentin Maia Sandu erhielt dabei sowohl die Unterstützung der Europäischen Union als auch die der USA und Russlands. Von einer Zeitenwende zu sprechen erschien vielen dennoch zu voreilig. Wie andere postsozialistische Länder hat auch die Republik Moldau bereits Anfang der 2000er Jahre die Erfahrung gemacht, dass ein vielversprechender Aufbruch nur allzu rasch in eine neue Misere und Konflikte führen kann. Schließlich ist das Land - so wie andere ehemalige Mitgliedsstaaten der UdSSR - gepalten zwischen West und Ost, zwischen einem engeren Verhältnis zu Russland und einer intensiveren Anbindung an die EU, mit der bereits ein Assoziierungsvertrag geschlossen und Visafreiheit ausgehandelt wurde. Die Republik Moldau, die zwischen Rumänien und der Ukraine liegt, ist weniger als halb so groß wie Österreich. Die große Zahl an ethnischen und sprachlichen Minderheiten erklärt sich aus der wechselvollen Geschichte, in deren Verlauf das heutige Staatsgebiet Teil des mittelalterlichen Fürstentums Moldau war, dann unter osmanischer und russischer Vorherrschaft stand und im 20. Jahrhundert schließlich einmal an Rumänien, dann wieder an die Sowjetunion angeschlossen wurde. Weitgehend ausgelöscht wurde im Zuge des Zweiten Weltkriegs die einstmals starke jüdische Bevölkerung. Die unterschiedlichen Geschichtsdeutungen, die sich aus dieser Komplexität ableiten, kann jeder aufmerksame Besucher in Kürze wahrnehmen. Man muss nur darauf hören, wer wann das Wort "Befreiung" oder "Besatzung" benutzt. Der Streit um Geschichtsbücher zieht sich wie ein roter Faden durch die 28 Jahre seit der Unabhängigkeit 1991. Verbunden mit dem Streit um Geschichte und Identität sind territoriale und Machtkonflikte. Schon Anfang der 1990er Jahre spaltete sich Transnistrien ab, bis heute wird dieses Land aber von keinem Staat der Welt anerkannt. Die Loslösung der Gagausen im Süden konnte die Regierung in Chisinau durch die Gewährung einer Autonomie abwenden. Bis heute aber hat keine Regierung die ökonomischen Probleme bewältigt. Die Republik Moldau mit ihren rund 3,5 Mio Einwohner/innen gilt als das ärmste Land Europas. Hundertausende haben ihrer Heimat den Rücken gekehrt, um sich in Westeuropa oder in Russland eine bessere Existenz aufzubauen. Geplagt wird die Republik Moldau weiterhin von extrem hoher Korruption und den Machtspielen der Oligarchen. So ist noch immer nicht geklärt, wohin im Zuge eines Bankenskandals vor einigen Jahren knapp eine Milliarde Dollar verschwunden sind. Die EU stellte angesichts derartiger Zustände zeitweilig sogar ihre Fördergelder für Chisinau ein. Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Zivilgesellschaft stehen auch 2019 auf schwachen Beinen.
Dienstag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen

henrik ibsenHenrik Ibsen Ein Leben für das Theater Jack Kerouac Aufstieg und Fall des Beat-Poeten Das Kalenderblatt 15.10.1940 "Der große Diktator" wird uraufgeführt Von Justina Schreiber Henrik Ibsen - Ein Leben für das Theater Autor: Stefan Schomann / Regie: Er war der bedeutendste Dramatiker des 19. Jahrhunderts, ein Wegbereiter des modernen Theaters und des psychologischen Scharfsinns. Seine Stücke spielen sämtlich in seiner norwegischen Heimat - obwohl er die, nach schwieriger Kindheit und mühsamen literarischen Anfängen, eigentlich nie wiedersehen wollte. Tatsächlich brachte er dann fast die Hälfte seines Erwachsenenlebens im Ausland zu, darunter elf Jahre in München. Die Sendung zeichnet ein Porträt dieses widersprüchlichen, zerrissenen und höchst produktiven Schriftstellers. Wenn Norwegen sich auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse im großen Stil als Gastland präsentiert, so darf man Henrik Ibsen als einen der Bahnbrecher dieser Kulturnation ansehen. Er verschaffte Norwegen einen Platz in der Weltliteratur. Jack Kerouac - Aufstieg und Fall des Beat-Poeten Autor: Udo Zindel / Regie: Petra Herrmann Jack Kerouac wurde 1922 als Jean-Louis Lebris de Kerouac in Lowell/Massachusetts geboren. Seine Eltern waren Franco-Kanadier, und so sprach der Junge bis zu seinem sechsten Lebensjahr nur französisch. Er wechselte mehrmals die Schule, später flog er vom College. Die Marine, für die er sich ab 1942 verpflichtete, entließ ihn 1946 wegen seiner psychischen Probleme. In der Zeit bei der Marine entstanden seine ersten lyrischen Texte, z.B. "The sea is my brother". Wenn Kerouac nicht auf See war, traf er in New York junge Intellektuelle: Allen Ginsberg, Lucien Carr, William S. Burroughs, die sein literarisches Werk entscheidend beeinflussen sollten. Kerouacs Alltag in den 1950er Jahren wurde aber zusehends auch bestimmt von Drogen, sexuellen Eskapaden und zahl- und ziellosen Reisen durch Amerika, Mexiko, Afrika und Europa geprägt. Seine Erlebnisse verarbeitete er in Romanen; sein berühmtestes Werk entstand 1951: "On the road" ("Unterwegs", 1959), das allerdings sechs Jahre auf seine Veröffentlichung warten musste. Kerouacs Sprachstil ist bis heute unverwechselbar - wild, ungezügelt, rhythmisch, eben "Beat". Als "Beat Generation" waren aber erstmal seine Freunde, allen voran Allen Ginsberg, berühmt geworden; sie setzten sich bei Verlegern dafür ein, auch Kerouac zu publizieren, da er der Beste von ihnen allen sei. Der damit einhergehende plötzliche Ruhm überforderte Kerouac; er verfiel mehr und mehr den Drogen und dem Alkohol. 1969 starb er mit erst 47 Jahren in St. Petersburg. Moderation: Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Antibiotikaresistenz

AntibiotikaresistenzEine Wunderwaffe verliert ihre Wirkung (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Die Warnung des Direktors der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, konnte deutlicher nicht ausfallen: "Die Antibiotikaresistenz droht, 100 Jahre medizinischen Fortschritts zunichtezumachen." Um diese zu bekämpfen startete die WHO im Juni 2019 eine internationale Kampagne. In Europa sterben jährlich 33.000 Menschen an multiresistenten Keimen, Bakterien also, die gegen mehrere Antibiotika resistent sind. Die Zahl der Todesfälle steigt seit 2007 kontinuierlich. Ein internationales Forscherteam warnte im August 2019 vor der Ausbreitung sogenannter extrem resistenter Krankheitserreger in Europas Krankenhäusern. Bakterien der Art Klebsiella pneumoniae sprechen nicht einmal mehr auf Reserveantibiotika an, die Ärzte zurückhalten und nur bei den schwersten Krankheitsfällen einsetzen. Dass Bakterien gegen Antibiotika resistent werden, ist eine natürliche Entwicklung der Evolution. Davor warnte schon Alexander Fleming. Als der schottische Bakteriologe 1928 nach einem Urlaub in sein Labor an der University of London zurückkehrte, entdeckte er durch Zufall das erste Antibiotikum: Penicillin. Ein Schimmelpilz der Gattung Penicillium (Pinselschimmel) hatte nämlich seiner Bakterienkultur den Garaus gemacht. Erst 15 Jahre später, 1944, kam Penicillin als Medikament auf den Markt. Alexander Flemings Entdeckung revolutionierte die Therapie von Infektionskrankheiten und rettete Millionen Menschen das Leben. 1945 wurde ihm dafür der Nobelpreis verliehen. Die Ursachen für Antibiotikaresistenzen sind seit Jahren bekannt: Zu viele Menschen nehmen zu häufig Antibiotika ein bzw. setzen diese zu früh ab. Die Weltgesundheitsorganisation kritisiert, dass es sich weltweit bei rund 50 Prozent der Antibotikarezepte um Fehlverschreibungen handelt. Das Problem beginnt in den Arztpraxen. Oft beugt sich der Arzt dem Druck eines grippekranken Patienten, der ein Antibotikum fordert, obwohl es sich bei Erkältung und Influenza um Viruserkrankungen handelt. Resistente Krankheitserreger durch zu viel Antibiotikaeinsatz entstehen auch in der Veterinärmedizin. In Europa sinkt allerdings der Einsatz von Antibiotika bei Zuchttieren kontinuierlich. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Denn in der EU dürfen ab 2021 Antibiotika nur in Ausnahmefällen an Tiere verfüttert werden.
Dienstag 09:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Pizzica pizzica

tarantellaÜber neue Tarantella-Strömungen in Italien (2). Gestaltung: Christina Höfferer Die Pizzica pizzica ist ein uralter Tanz aus der Gegend von Lecce in Apulien. Bis in die 50er Jahre wurde die Pizzica Pizzica getanzt, dann kamen Migration und Modernisierung und die Pizzica Pizzica geriet in Vergessenheit. Anfang der 2000er erfuhr der alte Tanz einen neuen Energieschub, der eng mit der Wiederentdeckung der Praxis des Tarantismus einherging. Die Pizzica Pizzica ist der Soundtrack für den Tarantismus, eine archaische Musiktherapie. Wenn sich bei einer Apulierin, oft waren es Frauen, aber nicht nur, ein spürbares Unbehagen deutlich machte, welches aus psychologischer Sicht in Zusammenhang mit der Familien- und Sozialstruktur erklärt werden kann, dann besagte die Tradition, dass diese Person von der Taranta, der Tarantel gebissen worden sei. Um sich von dem Gift des meist metaphorischen Spinnenbisses zu befreien, musste man tanzen. Das komplexe Ritual des Tarantismus in Verbindung mit stundenlanger Performance der Pizzica Pizzica ist ein Heilungsprozess. Die Familie bestellte eine Musikgruppe, die anhand verschiedener Sounds und Rhythmen die betroffene Person nach anhaltendem exzessivem Tanz wieder zur Ruhe brachte. Aus der Musik der Pizzica Pizzica und dem Ritual der Taranta entstand in Italien eine neue, höchst populäre, Musikströmung. Der Neapolitaner Eugenio Bennato entwickelte seine Bewegung "Taranta Power", der Musiker Vinicio Capossela erfuhr seinen Durchbruch mit "Il ballo di San Vito", 2019 gewann Capossela die Targa Tenco, den Preis für das beste Album, mit "Ballate per uomini e bestie", "Tänze für Menschen und Bestien". Der Tarantismus wird heute vor allem im Zusammenhang mit dem Schamanismus studiert. Beide Phänomene beruhen auf denselben biophysikalischen Elementen, auf der physiologischen Antwort des Körpers auf bestimmte Rhythmen. Der Rhythmus muss nicht besonders akzentuiert, wohl jedoch regelmäßig sein, zwischen vier und zwölf Schläge pro Sekunde. Vor allem im Bereich um die sieben oder acht Schläge pro Sekunde kommt es zu einer Art Gleichklang von Musik und Gehirnwellen. Dieser wird mit dem Fachbegriff des "Entrainment" bezeichnet. Die Gehirnwellen verlangsamen sich, die Person gerät in Trance.
Dienstag 09:45 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

jakob michael reinhold lenzSturm und Drang Der Kult ums Genie Jakob Michael Reinhold Lenz Die Zeiten ändern sich Das Kalenderblatt 15.10.1940 "Der große Diktator" wird uraufgeführt Von Justina Schreiber Sturm und Drang - Der Kult ums Genie Autor und Regie: Martin Trauner "Schule und Principium fesselt aller Kraft der Erkenntnis" - Natürlich kann dieser weise Satz nur von einem stammen, von Johann Wolfgang Goethe. Da war er Anfang Zwanzig und hatte sich einer neuen "Religion" verschrieben: dem Geniekult. Ein Kult, dem viele der jungen deutschen Dichter des 18. Jahrhunderts anhingen: Der Mensch steht im Mittelpunkt; nicht mehr die Vernunft zählt, sondern nur noch die pure ungefärbte Emotion. Und die Prinzipien und Regeln? Werden allesamt über den Haufen geworfen für eine neue Kunst, die ausschließlich aus der Individualität geboren wird. - Erkannt haben sich die jungen wilden Genies am Habitus oder wie sie es selbst ausdrückten: am Funken Gottes. Erst Jahre später bekommt diese kurze Epoche der deutschen Literatur einen richtigen Namen: Es ist der Titel eines Dramas von Maximilian Klinger. Ursprünglich sollte sein Stück "Wirrwarr" heißen. Doch dann nannte er sein Drama "Sturm und Drang". Jakob Michael Reinhold Lenz - Die Zeiten ändern sich Die Zeiten ändern sich Autorin: Astrid Mayerle / Regie: 1780 schreibt Jakob Michael Reinhold Lenz mehrere Briefe an seinen Bruder Friedrich David. Es sind allesamt Hilferufe: Erschöpft hat der 29-jährige die Stadt Petersburg erreicht, versucht dort unter ärmsten Verhältnissen zurechtzukommen und braucht nun dringend ein Empfehlungsschreiben des Vaters. Und zwar eines, das er vorzeigen kann. Denn in den vorangegangenen Briefen hat der Vater seinen Sohn nur beschimpft und von "Schulden", "Gefängnis" sowie "Verfaulen in der Polizei" geschrieben. Jakob Michael Reinhold Lenz ist ein Beispiel dafür, wie prekär sogar für einen höchst talentierten Autor wie ihn eine Schriftstellerexistenz im 18. Jahrhundert war. Heute würde der Sturm und Drang-Autor, der Tragödien, Komödien, Erzählungen, Gedichte und theoretische Schriften verfasste, vermutlich ein Schriftsteller-Stipendium nach dem anderen bekommen, wäre Herausgeber verschiedenster Anthologien und eine zentrale Figur im literarischen Leben. All das undenkbar vor 250 Jahren! Das bekannte Bonmot "Die Zeiten ändern sich" stammt aus seinem Drama "Der Hofmeister". Mit diesem und anderen seiner Stücke geht Jacob Michael Reinhold Lenz der menschlichen Existenz auf den Grund: wonach sollte man sein Leben ausrichten, was ist erstrebenswert und welche Rolle spielt dabei die Freiheit? Moderation: Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 15:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Tonspuren

michael köhlmeierDas Lied von den Riesen. Der Geschichtenerzähler Michael Köhlmeier. Feature von Janko Hanushevsky (anlässlich des 70. Geburtstags von Micheal Köhlmeier am 15. Oktober) Ein Massenpublikum hatte Michael Köhlmeier schon in den 1980er Jahren. Halb Österreich lauschte, wenn er im Radio Sagen und Mythen vortrug - live und frei. Heute ist Köhlmeier ein Bestsellerautor, der auch von der Literaturkritik geschätzt wird. In seinem Haus in Vorarlberg erzählt der Geschichtenerzähler seine Geschichte. In Köhlmeiers Novellen und Romanen geht es um ein unbegleitetes Flüchtlingsmädchen, das sich nicht helfen lassen kann. Um den Heiligen Antonius, der sterbend über das Leben nachdenkt, um einen liebenswerten Dieb und Lügner. Um den Tod seiner Tochter. Können wir eine Geschichte jemals anders, als aus der eigenen Perspektive erzählen? Köhlmeier gelingt es, sich in jede einzelne seiner Figuren einzufühlen. Dann, sagt er, müsse er seinen Helden nur noch folgen, nur noch aufschreiben, was sie erleben. Deren Geschichte steht im Vordergrund, nicht der Autor. So ist es bei einem richtigen Geschichtenerzähler.
Dienstag 16:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk

Das Feature

mcdowell countyAmerican Hollow Wie Amerikas ärmste Gemeinde ums Überleben kämpft Von Tom Noga Regie: Martin Heindel Produktion: BR/Dlf 2019 Hollow: als Adjektiv hohl, inhaltsleer. Als Substantiv: ein enges Tal, typisch für West Virginia. ,American Hollow" handelt von der ärmsten Gemeinde der USA. Von einer Gegend, in der das Wohlstandsversprechen des amerikanischen Traums zur bloßen Hülle geworden ist. Eben: Hollow. McDowell County in West Virginia ist arm. Immer schon gewesen. Dabei wurden hier Milliarden verdient: mit Kohle. Die Kohlebarone sind weitergezogen. Hinterlassen haben sie Probleme: Drogen, Kriminalität, Umweltschäden. Und Menschen. Die einen sind nicht mobil genug, um es anderswo zu versuchen, für andere ist McDowell Heimat. Oder beides. Bei den letzten Wahlen hat Donald Trump hier drei von vier Stimmen bekommen. Wie lebt es sich, wenn man im reichsten Land der Welt ganz unten ist? Und was erzählt uns McDowell County über eine Welt, in der Rechtspopulisten immer mehr die Oberhand gewinnen? American Hollow
Dienstag 19:15 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

PflegenotstandDaisys Chance Fachkräfte aus Fernost gegen den Pflegenotstand in Deutschland Von Heike Bredol, Kerstin Gallmeyer und Markus Person Daisy Aggravante steht im OP der Universitätsklinik Bonn. Die junge Krankenschwester ist nervös. Vor vier Wochen erst hat die 27-jährige Philippinerin ihre Heimat, ihren Mann und ihre zweijährige Tochter zurückgelassen, um ihre neue Arbeitsstelle am anderen Ende der Welt anzutreten. Daisys Ziel: ein besseres Leben für sich und ihre Familie, denn die möchte sie so bald wie möglich nach Deutschland nachholen. Es ist ein langer und mühsamer Weg, auf dem wir Daisy ein Jahr lang begleiten. Daisys Chance ist gleichzeitig auch eine Chance für das deutsche Gesundheitssystem. Viele Experten sagen, dass zusätzliche Fachkräfte aus dem Ausland im Kampf gegen den Pflegenotstand unverzichtbar sind.
Dienstag 19:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

NDR kultur

Feature

michael köhlmeierDas Lied von den Riesen Eine Begegnung mit dem Geschichtenerzähler Michael Köhlmeier Von Janko Hanushevsky Dlf 2018 Seit es uns gibt, erzählen wir einander Geschichten. In der Antike wurden Geschichten wahrscheinlich gesungen. Die Melodien sind verschwunden, doch die Abenteuer des Odysseus, die Heldentaten des Achilles ziehen uns noch heute in ihren Bann. Als junger Mann erzählte Michael Köhlmeier Mythen und Sagen live und frei im Radio und wurde damit sehr bekannt. Wie setzen Geschichten uns in Beziehung zur Welt? Können wir jemals anders, als aus der eigenen Perspektive eine Geschichte erzählen? Köhlmeier erzählt dem Autor seine Geschichte. Sie finden das Feature in der NDR Feature Box und in der ARD Audiothek. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

SWR2

SWR2 lesenswert Feature

Widad NabiEin neuer Ort namens "Zuhause" Syrische SchriftstellerInnen in Europa Vier syrische Schriftsteller, drei Frauen und ein Mann, flohen seit Beginn des Krieges in Syrien aus ihrer Heimat. Es ist nicht einfach, seine Heimat unter Zwang verlassen zu müssen. Das ist keine Migration, sondern Suche nach Schutz. Darüber erzählen die vier Schriftsteller in diesem Feature. Alle haben mittlerweile einen Ort gefunden, den sie Heimat nennen. Widad Nabi in Berlin, Rosa Yassin Hasan in Hamburg, Nihad Siris in Berlin und Rana Zaid lebt zur Zeit in Frankreich. Sie sind zu einem "normalen" Leben zurückgekehrt und schreiben Bücher in ihrer neuen Heimat.
Dienstag 22:03 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Feature

AyahuascaMenschen und Substanzen Reset im Regenwald Der Hype um Ayahuasca Von Lorenz Rollhäuser Ton und Regie: der Autor Produktion: Deutschlandfunk Kultur/NDR 2019 Länge: ca. 55" (Ursendung) Ayahuasca, der psychedelisch wirkende Pflanzensud aus der Amazonas-Region, zieht immer mehr Suchende an. In mehrtägigen Retreats machen sie Erfahrungen zwischen Ethno-Inszenierung und spiritueller Reise. Ayahuasca ist ein psychedelisch wirkender Pflanzensud aus dem Amazonas-Tiefland. Seine zeremonielle Einnahme ist bei Hipstern wie Managern aus dem Silicon Valley zunehmend beliebt und verspricht auch bei der Behandlung von Depressionen und Sucht gute Erfolge. Mit Zentren und Retreats wird Ayahuasca zunehmend international verfügbar. Der Autor macht sich auf die Reise. Findet er eine neokoloniale Aneignung vor? Einen Egotrip gestresster Großstädter? Oder doch: einen Gegenentwurf zum Materialismus des Westens - eine spirituelle Erfahrung? Lorenz Rollhäuser, geboren 1953, schreibt vor allem Features: "Shoppen in China" (NDR/SWR 2013), "Kreuzberg von oben" (Deutschlandradio Kultur/WDR/NDR 2014, DokKa-Preis 2014). Zuletzt: "Haus der Weißen Herren" (Deutschlandfunk Kultur 2017), "Eine Liebe zu Schwarz" (NDR 2017), "Painkillers" (NDR/Deutschlandfunk 2018). "Mutters Schatten" (NDR 2008) wurde mit dem Prix Europa ausgezeichnet. Reset im Regenwald
Dienstag 22:03 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg

AntibiotikaresistenzRepublik Moldau. Dauerkrise im ärmsten Land Europas (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Antibiotikaresistenz. Eine Wunderwaffe verliert ihre Wirkung (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Pizzica pizzica. Über neue Tarantella-Strömungen in Italien (2). Gestaltung: Christina Höfferer
Dienstag 22:08 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren